Begleiter

An dem Tag
als ich Dich traf,
fing mein Inneres an zu leuchten.
Es war ein Funke,
ein Funkeln,
sein Lichtstrahl erhellte mein Dunkel.

Du pflanztest einen Samen aus Licht,
so klein,
mir unbewusst,
doch auf dem Papier
spross er schon.
Noch außerhalb von mir
versuchte ich nach ihm zu suchen,
in Bildern,
in Worten zu fassen.

Wäre er nicht da gewesen,
wie könnte ich das Heutige erkennen,
im Dunkeln?

Du gabst mir den Funken,
das Funkeln,
das nun in mir glüht.
Nicht nur auf Papier,
sondern inmitten von mir
macht es Platz,
so unendlich viel,
als ob ich aus mir wüchse
und Glut spuckte,
und entzünde neue Halme
auf meinem Lebensweg,
auch die Deine.

Denn das Feuer war nie erloschen-
nur brauchte es diesen einen Funken
und meinen Durst
zu entfachen,
aufzutauchen,
mir einzugestehen „ich bin versunken“.

Greif meine Hand,
wie ich zögerlich die seine ergriff.
Tanz mit mir
und lass dich leiten.
Gib dich hin
und gib dich weiter,
nun sind wir im Einklang
mein Begleiter.

(Hamm, 23. April 2016)